Schlagwort: Deckmantel journalistischer Freiheit

  • Kompass für bessere Public Relations? Perspektiven und Fallstricke des neuen Kommunikationskodex

    Der Entwurf für einen neuen Deutschen Kommunikationskodex liegt auf dem Tisch. Sechs Mitglieder des Deutschen Rats für Public Relations (DRPR) haben ihn erarbeitet, um – wie es im Eingang des Entwurfs heißt – einen verbindlichen Verhaltensrahmen für die tägliche Arbeit (von PR- und Kommunikationsfachleuen) zu schaffen. Das Vorhaben klingt gut. Schließlich gibt es zwar Standards und Regelwerke, die genau das leisten sollen, aber nur ein kleiner Teil der Kommunikationsprofis kennt sie und kaum einer wird sie als die zentrale Richtschnur für die eigene Kommunikationspraxis bezeichnen. Die Branche lebt schon lange so und ob sie dadurch Schaden leidet, ist nicht ausgemacht. Sie leistet unbestritten einen bedeutenden Wertbeitrag für die Gesellschaft insgesamt und für das konstruktive Miteinander von Wirtschaft, Politik, Gesellschaft und Medien. Ohne eine „Professionsethik“ (wie Günter Bentele es nennt) in den Köpfen und Herzen der PR-Profis wäre dies nicht vorstellbar. Aber trotzdem: Wenn es eine zuverlässige und weithin akzeptierte Richtschnur für eine verantwortungsbewusste Kommunikationspraxis gäbe, wäre dies zweifellos eine gute Sache. Hilfreich wären vor allem Impulse, die über die Grenzen legitimer PR hinaus Potenziale für verantwortungsbewusstes und effizientes Handeln aufzeigen. Koordinaten für eine persönliche Handlungsethik. Was also will der Kommunikationskodex, was ist neu daran, was kann er leisten, wem nützt er?

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