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  • Wahrheitssuche zwischen „Verschlossener Auster“ und Atomlobbby: Warum sich die Kommunikationsbranche schwer tut, ihren Platz in der Gesellschaft glaubwürdig auszufüllen

    Vor wenigen Tagen hat das Netzwerk Recherche die großen deutschen Energiekonzerne und Kernkraftwerksbetreiber mit dem Kritikpreis „Verschlossene Auster“ ausgezeichnet. Gewöhnlich wird dieser Preis an „Kommunikationsverhinderer“ verliehen beziehungsweise an solche, die die Jury dafür hält. Diesmal wurde „falsche Kommunikation“ ausgezeichnet, eine Kommunikation, die in die Irre führe. Vielleicht ist der Zeitpunkt der Auszeichnung zu früh gewählt, vielleicht ist er auch genau richtig, denn gerade jetzt werden auf den Druck des öffentlichen Risikobewusstseins hin die Weichen für die Zukunft der Branche von der Politik neu gestellt. Dieser Prozess (der einer langfristigen Orientierung in der Energiepolitik) ist noch längst nicht abgeschlossen – politische Beschlüsse hin oder her. Vielleicht beginnt er jetzt überhaupt erst richtig. Und dabei geht es gar nicht nur um Energie, sondern auch um die Bedeutung öffentlicher Kommunikation, um Macht und Einfluss von Deutung in existenziellen gesellschaftlichen Themen. Und um Glaubwürdigkeit.

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