Schlagwort: Personalentwicklung

  • Glaubwürdigkeit als Karrierefaktor: Kommt man mit Ehrlichkeit weiter?

    Wie wichtig sind Werteorientierung und Glaubwürdigkeit im beruflichen und im privaten Umgang als Aspekte bei der Personalauswahl? Wo liegen die Grenzen zwischen „vorteilhafter“ Präsentation und Übertreibung, wenn es um die berufliche Weiterentwicklung geht? Hat jemand, der sich am Vorbild des Ehrbaren Kaufmanns orientiert, bessere Chancen, Karriere zu machen als jemand, der diese Werte zugunsten anderer Interessen eher geringer gewichtet? Assessments und Bewerbungsverfahren sind Verkaufsgespräche. Sie unterscheiden sich zwar oft in der Tragweite, nicht aber in den Mechanismen von anderen Verkaufssituationen. Grundsätzlich hat nicht nur der „Käufer“ die Pflicht zur kritischen Prüfung, sondern auch der „Verkäufer“ die moralische Pflicht, ein Ergebnis herbeizuführen, das nachhaltig Bestand hat und nicht allein auf einseitigen Vorteil abzielt. Dies beinhaltet den Anspruch, wahrhaftig, transparent, berechenbar, verantwortungsbewusst zu sein, nicht zu übertreiben („Maß halten“), verantwortungsbewusst zu handeln und gegebenenfalls auch Mut zu zeigen. Es sind die Aspekte des Ehrbaren Kaufmanns und des Glaubwürdigkeitsprinzips. Wünschenswert wäre es, wenn Werteorientierung sowie Glaubwürdigkeitsanspruch bei personellen Entscheidungen und Empfehlungen durchweg großes Gewicht hätten und nach verbindlichen Kriterien gemessen würden. Jeder Manager, der vor einem Wechsel oder Karrieresprung steht, sollte sich gut überlegen, ob er eine (angestrebte) Position glaubwürdig ausfüllen kann und an welchen Grundsätzen er sich im Handeln und im Umgang mit Kollegen, Kunden und Geschäftspartnern orientieren will. Weder Selbstbetrug noch Betrug führen zu nachhaltigem Erfolg.

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